Zurzeit werden in der gesamten Schweiz fleissig Unterschriften gesammelt. Es geht um eine neue Abstimmung – die Postinitiative. Diese wurde durch die Gewerkschaft Kommunikation lanciert und soll den „Service public“ der Post garantieren.
Das Ziel der Initiative ist ein flächendeckendes Poststellennetz, dass eine qualitativ gute Grundversorgung sicherstellen kann. Die Post wird zudem verpflichtet, das mit eigenem Personal zu betreiben (Dient zur Sicherstellung der Arbeitsplätze, dessen Bedingungen durch einen GAV festgehalten sind).
Selbstverständlich wirft sich hier die Frage der Finanzierung auf. Arbeitsplätze und „Service public“ kosten Geld. Doch auch hier hat die Initiative zwei Vorschläge integriert.
Briefmonopol:
Nur die Post soll in der Schweiz Briefe austragen dürfen. Dadurch werden die Einnahmen der Post gesichert. Viele Leute glauben, das der Monopolstatus der Post den Wettbewerb und somit den Preiskampf verhindert. Allerdings gibt es hier Beispiele die dagegen sprechen, in Schweden wurde das Briefmonopol abgeschafft -> Resultat: Briefpreise sind für KMU und Private Konsumenten gestiegen.
Im Gegenteil, mit dem Postmonopol hat immer noch der Bund immer noch eine politische Kontrolle über Leistungen und Preise.
Postbank:
Viele werden gleich sagen, dass die Post mit „PostFinance“ bereits eine Bank hat. Was allerdings nicht ganz der Wahrheit entspricht. Da „PostFinance“ keine offizielle Banklizenz besitzt und keine Kredite vergeben darf.
Wenn man der Postbank, diese Option freigeben würde, könnte man mit den Gewinnen der Bank, den „Service Public“ und Postschalter in Randregionen aufrecht erhalten.
Diese Initiative sichert Arbeitsplätze, nicht nur in einer Stadt sondern gerade auch in Randregionen. Ausserdem hat diese Initiative auch für niemanden negative Folgen.
Mehr Infos auf der offiziellen Seite der Initiative, dort kann auch der Unterschriftenbogen heruntergeladen werden.



Heute Abend nach der Arbeit musste ich (leider) noch zur Post, einen Brief aufgeben. Da ich mir über den Tarif nicht ganz im klaren war, ging ich am Schalter anstehen, anstatt an den Briefmarkenautomat. Kurz vor Feierabend, war eine lange Schlange vor dem Schalter. Natürlich kam kein Mitarbeiter auf die Idee einen zweiten Schalter zu öffnen und ich konnte erstmal 20 Minuten warten. Vor mir war, eine ältere Frau die eine “mini” Rechnung von 16.75CHF einzahlen musste, sie kramte, als hätte man alle Zeit der Welt einen Münzberg zusammen, der dem Matterhorn Konkurrenz machen konnte.