
Unser ABU (Allgemeinbildender Unterricht) Lehrer, hat uns heute Nachmittag in das “Museum für Kommunikation” begleitet. Wir haben uns eine Ausstellung zum Thema “Wenn Bilder lügen” angeschaut. Als Beispiel habe ich ein Bild hochgeladen, welches 3 verschiedene Aussagen haben kann.
Für mich war der Museumsbesuch, sehr interessant und ein Anstoss über die Bilderflut denen wir täglich ausgesetzt werden nachzudenken. Egal ob im Fernsehen, Zeitungen, Magazinen, Plakate oder im Internet – wir werden täglich mehrmals von verschiedenen Bildern beeinflusst. Sie verleiten uns etwas zu kaufen, Geld zu spenden oder eine neue Versicherung abzuschliessen.
Es ist ja nicht neu, das gerade Bilder in der Werbung meist nachbearbeitet werden. Aber weniger bekannt ist, dass Bilder von Kriegszonen oft dramatisiert werden. Ein sehr interessantes Beispiel aus dem Museum:
In einem Kriegsgebiet wird eine Kinderleiche, die auf einer Trage liegt in ein Krankenwagen verstaut. Als die “Sanitäter” merken, das sie gefilmt werden holten sie das Kind wieder raus und stellten sich auf, dass die Kamera ein besseres Blickfeld hat. Dann wird das Kind völlig sinnlos auf einer andere Trage gehievt. Danach fällt “per Zufall” die Decke, mit der das Kind abgedeckt wurde, von dem Körper runter. Die Kamera kann mehrere Sekunden filmen, bevor die Decke wieder über die Leiche gelegt wurde. Danach wird das Kind erneut in den Krankenwagen verstaut.
Wir können selten bis nie überprüfen welche Bilder die wir zu sehen bekommen der Wahrheit entsprechen oder gestellt wurden (Als Beispiele kann man auch mehrere angebliche “UFO” Sichtungen aufzählen).
Wer übrigens glaubt, das die Bildbearbeitung erst seit dem Computerzeitalter ein Thema ist, liegt falsch. Auch früher wurden oft politische Bilder mit etwas anderen Mitteln manipuliert und verändert.