Vor einigen Tagen, erschien die erste Betaversion von Google Chrome. Chrome ist ein Webbrowser, der von Google vertrieben wird und auf dem Projekt Chromium aufbaut.
Ich habe vor gut einem Jahr bereits eine Windows Version von Chrome getestet. Ich fand es sehr bedauerlich, dass Chrome nicht für Linux veröffentlicht wurde. Die lange Wartezeit hat sich jedoch gelohnt!
Google zeigt einmal mehr, wie genial sie sind. Chrome für Linux bindet sich einwandfrei in die eigene Desktopumgebung ein. Sowohl unter Gnome, XFCE und KDE (nur KDE SC4.x getestet) hat man das Gefühl, mit einem nativem Programm aus der Desktopumgebung zu arbeiten. Der Browser reagiert um einiges schneller als Firefox.
Neben der hervorragenden Desktopintegration, möchte ich auch die Pluginverwaltung loben! Chrome geht problemlos mit Flash und Java um. Ausserdem beherrscht er auch die Integration eines Medienplayers (bei mir Totem), so kann ich unter Chrome ohne Probleme auch DivX Filme oder andere Medien wiedergeben.
Neu ist auch die Unterstützung von Alternativen Themes. Somit lässt sich das komplette Aussehen von Chrome personalisieren. Dank Addons, kann man Chrome auch mit weiteren Funktionen ausrüsten, dies funktioniert sogar besser als mit Firefox. Bei Firefox ist nach jeder Installation eines Addon ein Neustart des Browser erforderlich, bei Chrome ist dieser Schritt nicht notwendig. Dank den Addons gibt es inzwischen auch einen Werbeblocker, der ebensogut wie AdBlockPlus für Firefox funktioniert.
Getestet habe ich Google Chrome auf einem Debian Squeeze (testing). Während des bisher 2-tägigien Dauereinsatz ist Chrome kein einziges mal abgestürzt. Google zeigt hier gut, wie man ein Produkt sehr gut Plattformunabhängig entwickeln kann. Chrome gibt es für Linux, Mac OSX und Windows mit dem selben Funktionsumfang. Und überall ist eine perfekte Integration in das bestehende Betriebsystem vorhanden.



