Der 29. September steckt mir noch schwer in den Knochen. Die Mehrheit des Schweizer Stimmvolkes sind auf die Lügen einer politisch massiv rechts stehender Partei hereingefallen.
Dieses Resultat hat mir aber auch die Augen geöffnet. Die Linke in der Schweiz hat ein Problem. Sie ist zu versplittert. Die SP früher als Arbeiterpartei und “guter Freund” der Gewerkschaften hat sich immer weiter von ihren ursprünglichen Idealen und den Gewerkschaften entfernt. Daher war es für mich kein Thema der SP beizutreten.
Allerdings müssen wir (alle linksorientierten Organisationen der Schweiz) wieder zusammenstehen. Wir müssen alle einen Schritt aufeinanderzugehen. Ich habe meinen 1. Schritt dazu beigetragen und bin der SP (Basel-Stadt) beigetreten. Nicht weil ich die Partei grandios finde – sondern weil wir etwas bewegen können.
Wir haben in der Zukunft einige Fehler auszumerzen. Wir haben unzumutbare Asylgesetzte. Wir haben ein neues Gesetz in der Bundesverfassung verankert, dass eine Volksgruppen hier in der Schweiz massiv diskriminiert. Wir haben ein Problem mit einer immer stärker rechtsradikal orientierte Partei.
Auch müssen wir unsere Erfolge verteidigen. Wir dürfen nicht zulassen, dass wir Menschenrechtskonventionen zukünftig ignorieren. Oder Rassistische Äusserungen nicht mehr verfolgen.
Das wichtigste Gut unserer Schweiz ist unser Sozialsystem. Wir müssen ebenfalls zusammenstehen um den geplanten Sozialabbau zu verhindern.
Ich stehe für eine offene und tolerante Schweiz, die niemanden aufgrund seiner Abstammung oder Religion Diskriminiert.
Ich stehe für eine Bildungsreiche Schweiz. Unsere grösste Zukunftschance liegt in der Bildung. Schulen und andere Bildungsanstalten müssen ausgebaut werden!
Ich hoffe, dass ich mit der SP zusammen die Möglichkeit bekomme auch hier etwas in unserem Land zu bewegen, selbst wenn es nur in kleinem Rahmen und in kleinen Schritten ist.


Lieber Samuel
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Ich freue mich riesig über diese wertvolle Verstärkung des linken Flügels der SP und gratuliere Dir herzlichst zu diesem Schritt!
Wie Du es so genial und treffend formuliert hast: Es ist wichtig, die zersplitterte Linke zusammenzufügen.
In der SP gibt es viel Raum für verschiedene Schwerpunkte und Haltungen und auch für ganz viel Individualismus! Das ist die Qualität der Partei – und auch, dass man sich um Sachfragen noch streiten kann. Um den Ball – nicht um den Spieler!
Und in den ganz wichtigen Fragen sind wir uns doch (fast) immer einig
Für mich ist auch das statutarisch verbriefte Ziel “Überwindung des Kapitalismus” noch ganz wichtig.
Hallo Samuel
Was möchtest denn du bei der SP?
Ich denke die Gewerkschaft, wäre dir besser bekommen die SP verdreht den Menschen gerne den Kopf der Realität des Lebens
Aber ich wünsche dir, viel Spass im Häuser einnehmen und unser Wirtschaftsstandort Schweiz zu vernichten
Mit freundlichen Grüsse
de vom AG
@Regina: Danke
@Michel:
Hallo Michel,
Um deine Frage direkt zu beantworten, ich möchte in der SP mithelfen, dass Gewerkschaften und SP wieder besser zusammenfinden. Meine Gewerkschaftsarbeit werde ich auf keinen Fall vernachlässigen, mach dir da nur keine Sorgen
Ich bin zwar politisch auf der entgegengesezten Seite wie du. Aber du solltest mich inzwischen so gut kennen, dass ich keine Häuser einnehmen werde. Es gibt durchaus auch Gründe, warum ich der SP und nicht bei der JUSO beigetreten bin…
Mir als Gewerkschafter ist der Wirtschaftsstandort Schweiz sehr wichtig. Wir brauchen Arbeitsplätze! Daher finde ich es schon sehr frech mir vorwerfen zu wollen, dass ich unserer Wirtschaft “vernichten” will. War es nicht “deine” Partei die gegen die Personenfreizügigkeit ist und uns dadurch vom Ausland abschotten möchte? Denkst du nicht das solche Ideen unserer Exportwirtschaft viel eher vernichten, als der Ruf nach gerechten Arbeitsbedingungen?
kim88
Gewerkschaften und politische Parteien sollten strikt getrennt ihre Arbeiten und Aufgaben erfüllen. Dieses Mauscheln der Sozialdemokratischen Parteien mit den Gerwerkschaften ist aus dem vergangenen Jahrhundert. Fakt ist doch heute, dass der grosse Teil der Arbeitnehmer nicht mehr sozialdemokratisch wählt. (siehe Deutschland, Frankreich, Italien usw.) Im Fall Deutschland hat es auch Arbeitnehmervertretungen die nicht aus dem sozialdemokratischen oder sozialistischen Spektrum kommen. Und genauo diese Arbeitnehmerschaft die eine moderne, realitätsnahe und zukunftsorientierte Gewerkschaftspolitik sehen, laufen doch den heutigen Gewerkschaften, die teilweise die Zeichen der Zeit nicht ganz verstanden haben weg. Dein Argumet mit dem 29.11. kann auch so im Raum nicht stehen bleiben. Glaubst du im Ernst, dass knapp 60% der Stimmbürger sich belügen lassen oder massiv rechts stehen? Der ganz grosse Teil sind alles Menschen wie du und ich. Und bei einem Stimmenanteil von knapp 60% haben auch Sozialdemokraten der Initiative zu gestimmt. Du solltst nicht alles was dem gesunden Menschenverstand angeht als Rechts oder Menschenverachtend abtun. Auch von Diskriminierung kann da keine Rede sein. Die Menschen haben auf Grund ihrer Abstammung oder Religion in einem toleranten Land wie der Schweiz auch nichts zu befürchten und das ist auch gut so. Die EU wäre gut beraten etwas kleinlauter darüber zu urteilen. Sollte es in einigen EU-Ländern auch zu solchen Abstimmungen kommen, dann werden die Ergebnisse ähnlich sein. Wir sind eben das Abendland und nicht das Morgenland. Das soll aber nicht heissen, dass wir Menschen aus dem Morgenland nicht willkommen heissen sollten aber sie sollten eben unseren Kulturkreis respektieren und Gebetshäuser in einer anderen Art und Weise sind da nun einmal in Europa besser angebracht. Um nicht mehr und nicht weniger ging es auch bei eurer Volksabstimmung. Trotzdem wünsche ich persönlichenl Erfolg bei der neuen politischen Arbeit. Immerhin steht die SP im demokratischen Spektrum eurer grossen Parteien. Anders als bei euch gehen viele in Deutschland z.b. der songenannten Die Linke auf den Leim die man wahrlich schwer zum demokratischen Spektrum zählen kann.
Warst du nicht schon in einer Partei? Dachte jedenfalls, da mal was gehört zu haben…
Warum eigentlich, sollen nur Menschen wegen ihrer Abstammung und Religion nicht diskriminiert werden? Wieso soll nicht auch verhindert werden, dass Menschen diskriminiert werden, denen Bildung fehlt? Religion ist nämlich Unwissen. Unwissen ist ein Fehlen von Bildung.
Außerdem müssen Religiöse erstmal aufhören, Sonderrechte zu verlangen, ehe sie erwarten können, nicht mehr anders behandelt zu werden. Ich sehe also keine Diskriminierung von Religiösen. Eigentlich sehe ich zumindest hier in Deutschland eher eine Diskriminierung von Unreligiösen. Wie diese ganzen kirchlichen Privatschulen, die eine Konfession verlangen, um aufgenommen werden zu dürfen. Aber mag darauf eigentlich nicht genauer eingehen.
Und ich kann es irgendwie nicht verstehen, dass du so gegen eure Partei hetzt, die sich dafür einsetzt, dass die Schweiz ein unabhängiges, freies Land bleibt, das größtenteils unabhängig von EU-Rechten regieren und leben kann. Eigentlich sollte man darüber froh sein. Wir in Deutschland kennen das Problem ja nur zu genüge, andauernd irgendwelche Gesetze aufgedrückt zu bekommen, die wir eigentlich nicht haben wollen. Aber du nennst eine solche Partei, rechtsradikal. Also, wir in Deutschland haben wirklich rechtsradikale Parteien. Die nennen sich NPD, DVU, Pro NRW usw. Aber die SVP bei euch ist weit davon entfernt, so rechtsradikal zu sein. Zugegeben, links ist sie sicher auch nicht…
Und Gewerkschaften: Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber hier in Deutschland sichern sich die Gewerkschaften ihre Mitgliedschaften durch Streiks. Jeder, der sich am Streik beteiligt, wird damit automatisch zu weiteren drei Jahren Mitgliedschaft in der Gewerkschaft verpflichtet. Nur deshalb gibt es hier überhaupt Streiks. Ansonsten tun die hier reichlich wenig.
Naja, aber würde ich in der Schweiz wohnen und wollte einer Partei beitreten, gäbe es für mich ohnehin nur die Piratenpartei, die da in Frage kommt. So, wie ich ja auch Mitglied der deutschen Piratenpartei bin.
Wobei meine Meinung hier natürlich nicht automatisch die der Partei widerspiegelt (bevor hier irgendwer auf falsche Gedanken kommt).
Was ich ganz nebenbei an der SVP sogar gut finde: Entgegen der allgemeinen Üblichkeit, versucht sie nicht die Bürgerrechte und Freiheiten unter dem Vorwand der “Terrorismusbekämpfung” einzuschränken, sondern will stattdessen mehr Polizeipräsenz. Dazu kommt eine Ablehnung von Auslandseinsätzen der Armee, wie sie hier die Linke fordert. Sicher gibt es auch Kritikpunkte, aber ganz so schlecht, wie du sie immer redest, finde ich sie dann doch nicht.
@Alexander: Die Partei Die Linke ist sehr wohl innerhalb des demokratischen Spektrums, ja sogar eine der wenigen wirklich basisdemokratischen Parteien in Deutschland. Parteien, die tatsächlich als undemokratisch angesehen werden könnten, wäre dann u.a. eher die CDU, die sich strikt gegen Volksabstimmungen wehrt. Die Linke hat allerdings ihre SED-Vergangenheit längst hinter sich gelassen, was auch durch ihre inzwischen vermehrte Präsenz im Westen zustande kam. Immerhin gibt es in allen “alten Bundesländern” keine ehemaligen SED-Mitglieder innerhalb der Linken.
Dir kim, aber viel Erfolg in deiner neuen Partei.
“Gewerkschaften und politische Parteien sollten strikt getrennt ihre Arbeiten und Aufgaben erfüllen. Dieses Mauscheln der Sozialdemokratischen Parteien mit den Gerwerkschaften ist aus dem vergangenen Jahrhundert.”
genau, nur leider siehts oft anders aus…
“Aber die SVP bei euch ist weit davon entfernt, so rechtsradikal zu sein.”
weisst du, schlimm sind nicht die neonazis in der npd, schlimm sind die, welche sich volks- und bürgernah geben, mit schlips und kragen gegen ausländer hetzen und ängste schüren.
Aber das Problem ist doch, dass die Ängste, die da geschürt sind, berechtigt sind. Gerade Moslems sind solche Leute, die ein Buch (Koran), in dem zu Gewalt und Vergewaltigung aufgerufen wird, für das Wort Gottes halten. Ich will das zwar nicht pauschalisieren – aber sind Menschen, die so fanatisch an dieses Buch glauben, nicht genauso gefährlich, wie die Nazis?
Ich sehe die SVP jedenfalls nur als (aus berechtigten Gründen) anti-islamistisch. Schlecht ist daran nur eines: Sie befürworten die christliche Religion. Aber das sehe ich auch nur so, weil ich anti-religiös bin.
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