Liebe Wählerinnen und Wähler. Am 8. März sind hier im Aargau Wahlen. Alle die meinen Blog kennen werden wissen, dass ich gleich davon abrate unsere “faszinierende” Schweizerische Volkspartei zu wählen. Nun ja, wird doch langweilig wenn ich immer das selbe erzähle. Doch nun gibt es den Beweis, dass sich die SVP kein bisschen für die Stimme des Volkes interessiert. Der Beweis lieferte auch gleich der “geistige” Vater der Partei Herr Altbundesrat Christoph Blocher.
Ein guter Freund aus Basel, Abbas Schumacher der einen umfangreichen online Veranstaltungs-Kalender betreibt hat dem Herr Blocher eine E-Mail geschrieben:
Von: Redaktion Kalender [mailto:red@vari.ch]
Gesendet: Mittwoch, 11. Februar 2009 11:23
An: christoph@blocher.ch
Betreff: Schaffen sie es diese Zeilen zu lesen und zu kapieren?Guten Tag Herr Blocher,
in all den Jahren haben sie sehr viel geleistet. Bravo!
Viele jubeln ihnen zu, verehren sie, was man zum Teil auch verstehen kann.
Manchmal, wenn ich mit einem ihrer Anhänger der SVP spreche, vermisse ich,
dass diese Leute wissen von was sie reden.
Wenn ich Fragen stelle, die dem Thema in die Tiefe gehen, muss ich merken,
die reden einfach nach was aus ihrer Partei vorgeschwatzt wird.
Kommt mir vor, wie eine Religion. Glauben, nur nicht selber Denken.
Was sie betrifft, sie müssen lernen kürzer zu treten. Sie überschätzen sich!
Klar bei so vielen unkritischen Anhänger!
Die Kritischen, die werden ja von ihnen, weil sie ja nur abgehoben reagieren
können, Beschimpft, Abgestempelt und als halbe Mitglieder der SVP
degradiert.
Entweder sie treten kürzer, oder sie werden durch eine gesundheitliche
Reaktion ihres Körpers kalt gestellt. (z.B. Herzinfarkt)
Zeigen sie, dass sie Rückgrad haben. Lassen sie jüngere die SVP leiten.
(Nicht Brunner, der hat ausser seinem blöden Grinsen, keine eigene Geistes
Aura.)
Sie haben Herrn Brunner gefördert, genau im Wissen, dass der ihnen nie in
der Sonne steht.
Denn alles was sie jetzt in ihrem Wahn an Übergeist der SVP auch anpacken
werden,
sie werden nur verlieren. Auch vor sich selber.
Sie merken es jetzt schon, dass sie sich auf dem Abgang befinden. Nur der
Herr Blocher gibt so was gegen aussen nicht zu. Nun, man merkt es ihnen an,
die Blocher-Ära ist vorbei. Der Saft ist aufgebraucht.
Die Selbstüberschätzung lässt bei ihnen ja nicht einmal ein Pause zu um sich
selber einmal etwas Gutes zu tun.
Sie haben Angst, dass, wenn sie eine Pause machen, ihnen selber zu stark
klar wird, dass es Zeit wird den Bölimann andere spielen zu lassen.
Nehmen sie sich Zeit und studieren über diese Zeilen nach. Machen sie einen
Abgang in Würde.
Denn ihre Leistungen werden so noch gewürdigt, wenn sie auf Halbmast
weitermachen, werden sie nur noch als Versager dargestellt und das haben sie
in meinen Augen nicht verdient.
Als Überdenker und Selbstdarsteller wird ihnen das schwer fallen. Bedenken
sie aber, dass ausser ihnen auch andere sehr wohl denken können, auch wenn
sie dies nie zugeben werden.
Kann man als Herr Blocher auch wohl nie?Es grüsst aus dem Glaibasel
dr VARI-abli
Arnold Abbas Schumacher
Agentur Variable
Redaktor & freier Journalist
Feldbergstrasse 123
4057 Glaibasel
Herr Blocher hat darauf geantwortet:
Betreff: AW: Schaffen sie es diese Zeilen zu lesen und zu kapieren? Datum: Wed, 25 Feb 2009 17:17:04 +0100 Von: Christoph Blocher <christoph@blocher.ch> Antwort an: <christoph@blocher.ch> Organisation: Blocher An: ‘Redaktion Kalender’ <red@vari.ch> Referenzen: <4992A6EB.5070308@vari.ch>
Besten Dank für Ihre Nachricht, sehr geehrter Herr Abbas
Ihre Ausführungen wirken überzeugend.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und grüsse Sie freundlichChristoph Blocher
Interessant. Ich bezweifle, dass Herr Blocher die Ausführungen wirklich überzeugend findet. Es beweist nur, dass er diese Nachricht nicht durchgelesen hat. Höchstens das “in all den Jahren haben sie sehr viel geleistet. Bravo!“. Er hätte besser nicht geantwortet als hier vorzutäuschen, dass ihm die Nachricht einer Person wirklich interessiert.
Bei jeder Wahl kann das Volk entscheiden, welche Partei und welche Person ihre Interessen wirklich unterstüzt. “Immer gegen alles”, “Rückschritt statt Fortschritt”, und Provokationen mit Plakaten, die teilweise sogar von einer rechtsextremen Partei aus Deutschland (NPD) übernommen werden zieren das Bild der ehemaligen Bauernpartei – ist es das, was wir wählen wollen?



