Als ich mit Linux angefangen hab, hab ich mir SUSE 10.0 auf 5 CDs heruntergeladen und installiert. Der Grund warum ich mich damals für SUSE und nicht für Debian entschieden hab war, dass ich nicht 30 CDs herunterladen wollte. Ich nutze SUSE dann weiterhin mit dem KDE Desktop. Als SUSE 10.1 mehrere Probleme mit dem Paketmanagement hatte bin ich nach Ubuntu gewechselt.
Inzwischen ist einige Zeit vergangen. Endlich hab ich Zeit mich in openSUSE 11 einzuarbeiten. Der erste Eindruck begeistert mich. Ich habe mich für den Gnome Desktop entschieden, da ich mit diesem schlicht und einfach besser umgehen kann.
Der ganze openSUSE Look wurde wie bei der vorgänger Version 10.3 in Grün gehalten. Neu, das Installationsmenü ist nun auch in grün. Dank einigen technischen Verbesserungen geht die Installation auch viel schneller. Auf meinem Notebook dauerte sie keine 20 Minuten, mit eigener Software Auswahl. Zur Auswahl stehen der Gnome Desktop, KDE 3.5.9, der etwas instabile KDE4.0 Desktop sowie XFCE und ein so genanntes “minimales grafisches System” leider weiss ich nicht welcher Desktop sich hinter dieser Umschreibung versteckt.
Nach dem ersten Boot Vorgang steht man einem aufgeräumten Desktop entgegen, der mich erst etwas verwirrte. Von Gnome bin ich mir schliesslich zwei Panels (oben und unten) gewöhnt. Hier hat man nur eines. Selbstverständlich hat man jederzeit die Möglichkeit den Desktop so anzupassen wie man will.
Auch die verschiedenen Menüs “Anwendungen”, “Orte”, und “System” sind verschwunden. Dafür gibt es ein Startmenü (ähnlich wie Windows, KDE oder XFCE) das den schlichten Titel “Computer” trägt. Nach einer Einarbeitungszeit von ca. 2 Stunden komme ich damit ohne Probleme klar.
Der grösste Kritikpunkt alle SUSE Kritiker ist die Geschwindigkeit von YAST. YAST ist nicht nur langsam sondern auch überladen heisst es. Ich kann bestätigen das YAST im Gegensatz zu “Apt” wirklich langsam ist. Allerdings ist es auch schon viel schneller als ich es mir unter alten SUSE Zeiten gewohnt war.
Das YAST überladen ist, kann ich nicht bestätigen, im Gegenteil. ich fand für alles was ich suchte eine passende Option die auch problemlos funktionierte.
Ich werde vorerst bei openSUSE bleiben und die weitere Entwicklung verfolgen.