“Micheline Calmy-Rey habe die internationale Glaubwürdigkeit der Schweiz für fünf Milliarden Kubikmeter Gas an den Iran verkauft”
Dies prangert der jüdische Weltkongress an. Nicht nur dieser Kongress sondern auch andere internationale Organisationen kritisieren die Schweiz wegen diesem Deal.
Alles hat mit der Reise von Aussenministerin Calmy-Rey in den Iran. Sie wohnte einer Vertragsunterzeichnung der Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL) und dem Iran bei. Dabei geht es um die Lieferung von jährlich 5,5 Milliarden Kubikmetern Gas an die EGL ab 2011.
Kritik aus Israel:
Israel vertritt die Ansicht, dass nach der Verabschiedung der Resolution 1803 des UNO-Sicherheitsrates und zu einem Zeitpunkt, da die internationale Gemeinschaft den Iran zur Aufgabe seines Atomprogrammes bewegen wolle, nicht der passende Moment sei, um Geschäfte mit dem Iran zu fördern.
Kritik aus Wahsington:
Der stellvertretende Aussenminister Tom Casey: “Wir glauben nicht, dass es die Zeit für Investitionen im Iran ist, nicht nur im Öl- oder Gasbereich, sondern grundsätzlich in die iranische Wirtschaft.”
Calmy-Rey hatte die US-Kritik am Dienstag zurückgewiesen. Der Gasliefervertrag verstosse weder gegen UNO-Sanktionen noch gegen die schärferen US-Richtlinien, sagte sie. Der Liefervertrag sei keine Investition.
Ich bin auch der Ansicht, das solche Kritik mindestens noch verfrüht ist. Hier wird man kritisiert ohne das der Vertrag eingesehen wurde. Ausserdem, find ich es richtig, wenn wir zu jedem Land gute Beziehungen erhalten.


